Objektkunst

Ich sammle Erinnerungen in Form von Alltagsgegenständen, Mitbringseln oder Dekoartikeln, dazu kommt Skurriles, Außergewöhnliches und allerlei Zeitzeugnisse aus der Vergangenheit. Daraus mache ich meine Kunstobjekte. Meine Werke laden ein zu einer Zeitreise, lassen den Betrachtenden schmunzeln und wecken Erinnerungen. Immer wieder lauert hinter der Deko-Fassade auch Satire oder bitterböser Humor. So bekommen wir es serviert, das Leben, wie es eben ist: süßsauer. Meine Ausstellung im Jahr 2019 im Stadthaus Ulm wurde von über 7000 Personen besucht.  

Neben dem Werk selber gibt es durch das ausgewählte und verarbeitete Material noch weitere philosophische Aspekte hinter der Kunst.

Jeder Mensch ist die Summe seiner Erlebnisse, Erfahrungen und Erinnerungen. Ich freue mich immer wieder, dies Erinnerungen in Form von Dingen erneut aufzustöbern, zu bewahren und weiter zu entwickeln. Übrigens weckt meine Kunst auch bei den Betrachtenden genau dies Erinnerungen und wirkt wie eine Art Zeitreise. Aber zurück zum Ausgangsmaterial: es hat schon viel erlebt - genau wie ich. Es ist vielleicht nicht mehr ganz up to date - genau wie ich. Was tun damit? Wegwerfen? Mich kann ich ja auch nicht einfach entsorgen und neu kaufen. Ich arbeite grundsätzlich mit dem was da ist. Stellt man sich und die Dinge auf den Kopf, erkennt man oft bislang übersehene neue Möglichkeiten. Dann gilt es, diese Potenzial wie einen Schatz zu heben und zum Ausdruck und ins Leben zu bringen. So wird z. B. aus einem ausrangierten Stempelhalter ein goldiges Kettenkarussell.

Oftmals gibt es bei meinem Material auch Beschädigungen, Risse und Sprünge oder bei einer Figur fehlt der Kopf, kurzum: es ist etwas kaputt.
Kintsugi ist eine traditionelle japanische Reparaturmethode für Keramik mit Gold. Es bleibt quasi eine goldene Narbe. Die Fehlerhaftigkeit wird nicht nur respektiert und akzeptiert, meine, der Makel wird auch noch hervorgehoben und so kommt es letztlich zu einer Veredelung: Mit Narbe wird das Objekt noch wertvoller. So gesehen praktiziere ich Kintsugi ohne Gold. Da wir aber nicht in Japan sind sprechen wir hier von Upcycling und Nachhaltigkeit. 

Des Weiteren kommen in meiner Kunst scheinbar unscheinbare Einzelteile neu kombiniert quasi »im Miteinander« zum Scheinen, zum Strahlen. Jedes noch so kleine Ding trägt seinen Teil dazu bei. Und wenn es nicht dabei wäre, würde etwas fehlen. Das ist bei den Menschen nicht anders. Es geht ums Dabei-Sein, um Teilhaben und Teilhaben lassen, ums Miteinander. 


 


                                                                                         Foto: Cecilia Espejo



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Falls sie ein Objekt von mir erwerben möchten....bitte melden! Ich freue mich!
Heike Sauer 0731/5521879 oder per mail: hs(at)heikesauer.de



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